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November/Dezember 2008

Kampagne

Auch Leiharbeitnehmer haben Rechte

Immer mehr Betriebe fahren ihre Produktion herunter. Die ersten Opfer sind häufig die Leiharbeitnehmer/innen, für die es keine Arbeit mehr gibt. Viele Leiharbeitsfirmen geben ihr Betriebsrisiko an die Leiharbeitnehmer weiter und kündigen sie bei Verlust eines Auftraggebers. Das ist eigentlich nicht zulässig und steht vor allem im krassen Widerspruch zu der von der Branche gepflegten Theorie sicherer Arbeitsplätze. Was bei Kündigung und Arbeitslosigkeit zu beachten ist und wie die IG Metall hilft: Mehr …


Erst geheuert, dann gefeuert: Der Fall Adecco

Rund 400 bei Ford eingesetzte Leiharbeitnehmer haben Ende November ihre Kündigung erhalten. Möglich wurde dies, weil Adecco bei der Agentur für Arbeit eine Reduzierung der Kündigungssperre für Massenkündigungen erwirken konnte. Die IG Metall und der Adecco-Betriebsrat fordern für die Betroffenen Weiterbeschäftigung, Qualifizierung und einen Sozialplan. Mehr …


Leiharbeit im Fernsehen, im Kino und im Radio

Nicht nur in den Printmedien ist das Thema Leiharbeit derzeit stark präsent. Das ARD-Fernsehmagazin „Panorama“ ließ die Betroffenen zu Wort kommen und lieferte damit eine beeindruckende Bestandsaufnahme der Situation in der Leiharbeitsbranche. Im Radio sendete SWR 2 „Geld, Markt, Meinung“ ein Feature über Leiharbeit in der Automobilindustrie und die Notwendigkeit der IG Metall-Leiharbeitskampagne. Vergangene Woche lief im Kino der Film „It’s a Free World“ von Ken Loach an. Das lebhafte Sozialdrama über die verschiedenen Seiten der Leiharbeit wurde von der Filmkritik begeistert gefeiert. Der Drehbuchautor Paul Laverty diskutierte mit dem 2. Vorsitzenden der IG Metall Detlef Wetzel und die FAZ fragt sich, „warum es solche Filme eigentlich bei uns nicht gibt“. Mehr …


Zeitkonten: Fehlerhafte Anwendung des iGZ-Tarifvertrages

Die IG Metall Arnsberg hat festgestellt, dass einige Leiharbeitsfirmen den Tarifvertrag zwischen DGB-Tarifgemeinschaft und dem Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) fehlerhaft anwenden. Zeitkonten, so die IG Metall, werden grundsätzlich in Zeit und nicht in Geld geführt. Das bedeutet, dass zwischenzeitliche Tariferhöhungen (z. B. auch die jetzt zum 1.11. 2008 wirksam gewordene oder auch Höhergruppierungen) zu berücksichtigen sind. Mehr …


Mindestlohn in der Leiharbeit?

Ob die Leiharbeit in das Entsendegesetz aufgenommen wird, bleibt weiterhin strittig, wie bei einer Expertenanhörung im Bundestag deutlich wurde. Betriebsratsmitglieder der Firma Randstad und DGB-Tarifexperten haben auf die Dringlichkeit eines Mindestlohns in der Branche hingewiesen. Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände hielt dies erwartungsgemäß für unnötig. Die IG Metall hat gemeinsam mit der DGB-Tarifgemeinschaft und den Leiharbeitgeberverbänden iGZ und BZA die Aufnahme der Leiharbeit  in das Entsendegesetz beantragt. Mehr …


Leiharbeit und die Berufsperspektiven junger Beschäftigter

Aus einer Sonderauswertung des DGB-Index Gute Arbeit 2008 geht hervor, dass doppelt so viele junge Beschäftigte in Leiharbeit beschäftigt sind, wie im Schnitt der gesamten Erwerbstätigen. Dies zeigt, dass gerade für junge Beschäftigte diese unsichere Berufsperspektive fatal ist. Denn Leiharbeit ist keine Brücke in den Beruf, wie eine Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) gezeigt hat. Maximal 15 Prozent der Leiharbeitnehmer/innen können sich Hoffnung machen, im Entleihbetrieb übernommen zu werden. Mehr …


Arbeitsschutz in der Leiharbeit verbessern

Einer Untersuchung der Bundesanstalt für Arbeitsmedizin und Arbeitsschutz zufolge sei nach jahrelang deutlich sinkenden Unfallquoten in der Leiharbeit im Jahr 2006 ein sprunghafter Anstieg zu verzeichnen. Beschäftigte in der Leiharbeit trügen demnach ein überdurchschnittliches Unfallrisiko. Für eine Einweisung in den Arbeitsplatz, die Arbeitsaufgaben sowie Arbeits- und Gesundheitsschutz bleibt bei den ständig wechselnden Unternehmen oftmals keine Zeit. Zudem müssten Leiharbeitnehmer überdurchschnittlich oft schwere Lasten tragen und Lärm am Arbeitsplatz sei an der Tagesordnung. Wegen wechselnder Einsatzzyklen und stets ändernder Arbeitsanforderungen würden Leiharbeitnehmer auch häufig über Müdigkeit, Mattigkeit und Erschöpfung klagen. Mehr …


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Dieser Newsletter ist ein Service der IG Metall. Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes ist die IG Metall,  Berthold Huber, 1. Vorsitzender der IG Metall, Wilhelm-Leuschner-Str. 79, 60329 Frankfurt am Main. Internet: www.igmetall.de. Verantwortlich für den Inhalt gemäß § 6 TDG und § 10 MDStV: Dieter Wesp.

Redaktion: Jens-Jean Berger und wegewerk GmbH