Pressemitteilung090317

Aktiv aus der Krise

 

Die IG Metall hat einen Aktionsplan zur Bewältigung der aktuellen Wirtschaftskrise vorgelegt. Darin fordert sie insbesondere einen öffentlichen Rettungsschirm für Unternehmen der Realwirtschaft in Höhe von 100 Milliarden Euro. Dieser Fonds wird durch den Bund vorfinanziert und dann durch eine obligatorische Zukunftsanleihe auf große Vermögen gespeist. Ausgehend von einer Freigrenze von 750.000 Euro geht die IG Metall von einem Nettovermögen von mindestens 2,5 Billionen Euro aus. Die Zukunftsanleihe soll 15 Jahre laufen und mit dem EZB-Zins verzinst werden.

Außerdem fordert die IG Metall eine bessere soziale Regulierung der Arbeitsmärkte. Leiharbeit soll begrenzt, das sogenannte Synchronisationsverbot wieder eingeführt und die Abweichung vom Equal-Pay-Prinzip auf eine kurze Einarbeitungszeit begrenzt werden. Außerdem sollen die Möglichkeiten des Transfer-Kurzarbeitergeldes für Leiharbeitnehmer und befristet Beschäftigte deutlich erweitert werden, damit sie ihre Chancen am Arbeitsmarkt durch Weiterbildung verbessern können: 

Aktionsplan (pdf)

– Pressemitteilung
 

Frankfurter Appell

Darüber hinaus hat die IG Metall Politik und Wirtschaft aufgefordert, Verantwortung für die Ursachen der gegenwärtigen Wirtschaftskrise zu übernehmen. Dazu hat die Gewerkschaft den “Frankfurter Appell” an Unternehmens- und Bankenvorstände, Arbeitgeberverbände, Wissenschaft und Medien gerichtet. Zugleich kündigte der 2. Vorsitzende der IG Metall, Detlef Wetzel, eine Offensive der IG Metall für aktive Beschäftigungs- und Zukunftssicherung in den Betrieben an. Damit soll der Forderung “Keine Entlassungen in der Krise” Nachdruck verliehen werden. Ziel sei es, in möglichst vielen Firmen Vereinbarungen zur Beschäftigungs- und Zukunftssicherung abzuschließen.

Frankfurter Appell (pdf)

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