Die Schirmherren der Initiative

Die Schirmherren der Initiative


Norbert Blüm

Norbert Blüm war von 1982 bis 1998 Arbeitsminister in der Regierung von Bundeskanzler Helmut Kohl. Der heute 74-Jährige gilt als der prominenteste Vertreter des Arbeitnehmerflügels in der Union. Seit 1950 ist er Mitglied in der CDU. Dort setzte er sich immer wieder für den Ausbau des Sozialstaats ein.

In den fünfziger Jahren lernte Blüm den Beruf des Werkzeugmachers in der Adam Opel AG. Anschließend holte er das Abitur nach und studierte Philosophie, Geschichte, Theologie und Soziologie. 1967 folgte die Promotion.


2002 schied Blüm nach über 30 Jahren aus dem Bundestag aus. Er engagiert sich nun in Menschenrechtsfragen und tourte gemeinsam mit Tatort-Kommissar Peter Sodann als Kabarettist durch Deutschland.


Walter Riester

Walter Riester ist bereits 1966 in die SPD eingetreten, galt bei seiner Berufung zum Arbeitsminister der Regierung Schröder aber als Quereinsteiger. Riester engagierte sich zuvor in der Gewerkschaft und vertrat die IG Metall von 1993 bis 1998 als Zweiter Vorsitzender.

Riester war zwischen 1998 und 2002 Minister für Arbeit und Sozialordnung. Nach der Bundestagswahl 2002 wurde das Ministerium aufgelöst. Es ging im Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit bzw. im Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung auf.

Der gelernte Fliesenleger brachte in seiner vierjährigen Amtszeit viele Reformen auf den Weg. Dazu zählt eine Erneuerung des Betriebsverfassungsgesetzes, die den Betriebsräten mehr Mitspracherechte einräumte. Bis heute bekannt ist der ehemalige Bundesminister durch die sogenannte “Riester-Rente”, eine freiwillige, kapitalgedeckte und staatlich geförderte Zusatzrente in Ergänzung zur gesetzlichen Rentenversicherung.

 


Herbert Ehrenberg

Herbert Ehrenberg engagierte sich schon wenige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg als Gewerkschafter und trat 1955 in die SPD ein. Der ehemalige Landarbeiter und Polizeibeamte promovierte nach dem Studium der Volkswirtschaft zum Thema „Expansive Lohnpolitik als Mittel der Einkommensverteilung“ und blieb diesem Thema in zahlreichen wissenschaftlichen Veröffentlichungen treu.

Herbert Ehrenberg war von 1976 bis 1982 Arbeitsminister in der Regierung Helmut Schmidt. Unter seiner Initiative wurde 1982 die Leiharbeit im Baugewerbe verboten.

2009 vollzog Ehrenberg innerhalb der SPD einen Flügelwechsel. Einst Mitbegründer des konservativen Seeheimer Kreises, engagiert er sich nun in der linksorientierten Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokraten in der SPD. Als Grund gab der 83-Jährige an, dass er in der SPD mit seinen bisherigen Positionen heutzutage vergleichsweise links stehe.



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