Aktionstag – IG Metall fordert: „Arbeit – sicher und fair“

18.1.2011 | Bundesweiter Aktionstag am 24. Februar

IG Metall fordert: „Arbeit – sicher und fair“

Anstecker "Gleiche Arbeit - Gleiches Geld" mit Aufruf zum Aktionstag am 24. Februar 2011

Die IG Metall ruft angesichts der weiteren Zunahme von Leiharbeit und anderen prekären Beschäftigungsverhältnissen zu einem bundesweiten Aktionstag in den Betrieben auf. „Wir brauchen wieder Rahmenbedingungen, die Arbeit sicher und fair machen“, fordert Detlef Wetzel, der Zweite Vorsitzende der IG Metall.

Die Zahl der Leiharbeitnehmer ist auf rund eine Million angestiegen. Die meisten von ihnen werden dauerhaft eingesetzt: zur Senkung des Lohnniveaus und um die Stammbelegschaft unter Druck zu setzen. Dennoch zögert die Bundesregierung die dringend nötige Begrenzung von Leiharbeit weiter hinaus. Auch andere Formen prekärer Beschäftigung wie befristete Arbeitsverhältnisse und Werkverträge breiten sich aus. Der Staat gibt jährlich elf Milliarden Euro aus, um Einkommen aufzustocken, die den Beschäftigten nicht zum Leben reichen. “Mit Equal Pay bei der Leiharbeit und allgemeinverbindlichen Mindestlöhnen könnte die Politik hier einen wirksamen Riegel vorschieben“, erklärt der Erste Vorsitzende der IG Metall, Berthold Huber.

Die IG Metall ruft nun zu bundesweiten Protestaktionen auf. Unter dem Motto „Arbeit – sicher und fair“ soll am 24. Februar ein Zeichen in den Betrieben gesetzt werden. „Wir wollen eine Politik, die die Zukunft und Perspektiven der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen sichert und nicht gefährdet“, heißt es in dem Aufruf, der an Betriebsräte, Vertrauensleute, Jugend- und Schwerbehindertenvertretungen und alle übrigen Beschäftigten geht.

 

Normaler Vollzeitarbeitsplatz für viele Junge nicht mehr erreichbar

 


Wir brauchen eine Reform des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes, mit dem der Anspruch auf gleiche Arbeitsbedingungen für gleiche Arbeit endlich Realität wird. Die Möglichkeit, von diesem Grundsatz abzuweichen, muss aus dem Gesetz gestrichen werden“, fordert der Zweite Vorsitzende der IG Metall, Detlef Wetzel. Der von Schwarz-Gelb vorgelegte Gesetzentwurf fördert den weiteren Abbau von Stammbeschäftigung, statt Missbrauch zu verhindern.

Vor allem junge Menschen sind von prekärer Beschäftigung betroffen. „Schon für ein Drittel der jungen Menschen scheint der „normale“ Vollzeitarbeitsplatz nicht mehr erreichbar“, stellt Wetzel fest. „Diese Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt sind das Ergebnis verfehlter Politik“. Mit verheerenden Folgen für die gesamte Gesellschaft. Denn nur sichere und fair bezahlte Arbeit kann „unsere Sozialsysteme erhalten und die wirtschaftliche Erholung durch eine Stabilisierung der Binnenkonjunktur absichern“, stellt die IG Metall fest.

Die mitgliederstärkste Gewerkschaft Deutschlands ruft daher alle Beschäftigten auf, am 24. Februar mit Aktionen in ihren Betrieben und während der Arbeitszeit ein Zeichen zu setzen. „Wir brauchen wieder Rahmenbedingungen, die Arbeit sicher und fair machen, statt die Menschen in Arbeitnehmer 1. und 2. Klasse zu spalten“, fordert Wetzel.



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