Kernaussagen:
• Die Beschäftigung in der Zeitarbeit in Deutschland wächst seit Jahren und mit nur kurzzeitigen Unterbrechungen mit hoher Dynamik.
• Seit mehreren Monaten zeigt sich allerdings ein Abflachen in der Dynamik des Beschäftigungs-wachstums.
• Verglichen mit anderen europäischen Ländern ist die Verbreitung der Zeitarbeit leicht über-durchschnittlich.
• Die Arbeitnehmerüberlassung reagiert frühzeitig auf Änderungen der konjunkturellen Rahmen-bedingungen und ist daher ein Frühindikator für die Entwicklung am Arbeitsmarkt.
• Die Zeitarbeitsbranche zeichnet sich durch einen nach wie vor hohen Arbeitskräftebedarf aus. Zuletzt haben die gemeldeten Stellen aber leicht nachgegeben.
• Der Anteil der Beschäftigten in der Zeitarbeit an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten liegt bei knapp drei Prozent.
• Vom Beschäftigungsanstieg von Juni 2010 auf Juni 2011 gehen noch 17 Prozent auf die Ar-beitnehmerüberlassung zurück.
• Aktuell – im April 2012 – wirkt die Zeitarbeit dämpfend auf das generelle Beschäftigungswachs-tum.
• Der Strukturwandel zeigt sich auch in der Arbeitnehmerüberlassung.
• 71 Prozent der Leiharbeitnehmer sind männlich.
• Fast drei von zehn Beschäftigten in der Zeitarbeit verfügen über keine abgeschlossene Berufs-ausbildung.
• Die Arbeitnehmerüberlassung ist von hoher Dynamik geprägt: Im zweiten Halbjahr 2011 wurden 561.000 Zeitarbeitsverhältnisse neu abgeschlossen und 702.000 Beschäftigungsverhältnisse beendet.
• Knapp die Hälfte der Leiharbeitsverhältnisse endet nach weniger als drei Monaten.
• Die hohe Dynamik der Branche spiegelt sich auch in einem überdurchschnittlich hohen Risiko, aus sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung
heraus in Arbeitslosigkeit zuzugehen.Die erzielten mittleren Bruttoarbeitsentgelte in der Zeitarbeit liegen unter den mittleren Entgelten im
Durchschnitt über alle Branchen.
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