schlecht geschützt

Leiharbeitnehmer tragen höheres Armutsrisiko

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Leiharbeitnehmer in Deutschland tragen hohe Beschäftigungs- risiken. Sie bekommen weniger Geld, werden schneller arbeitslos und sind bei der Weiterbildung benachteiligt. Das geht aus einer Auswertung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung hervor.


Atypisch beschäftigt - schnell prekär
 

Das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung hat aktuelle Daten zu atypischer Beschäftigung in Deutschland veröffentlicht. Demnach sind mehr als ein Drittel aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland atypisch beschäftigt. Die Betroffenen arbeiten auf befristeten Stellen, als Leiharbeitnehmer und vor allem in Teilzeit. Die neuen Beschäftigungsformen sind weiblich. 57 Prozent der Frauen, aber nur 17 Prozent der Männer gehören zu den "Atypischen".

Nicht jedes atyische Beschäftigungsverhältnis ist gleichzeitig prekär, d. h. in die Armut führend. Gleichwohl gibt es in der Leiharbeitsbranche ein signifikant höheres Risiko, zu einem Armutslohn arbeiten zu müssen. Gegenüber normal beschäftigten Frauen tragen Leiharbeitnehmerinnen ein 4,2 mal höheres Risiko, bei männlichen Leiharbeitnehmern ist das Risiko sogar 6,4 mal so hoch.

Zudem verlieren Leiharbeitskräfte schnell ihren Job. Aufgrund der kurzen Beschäftigszeit erfüllen sie noch nicht mal die Voraussetzungen für den Bezug von Arbeitslosengeld. Unter diesen Bedingungen sind Leiharbeitskräfte besonders von einem Abrutschen in die Armut bedroht. Vor allem junge Menschen sind davon betroffen.

Pressemitteilung der Hans-Böckler-Stiftung

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