Erwerbsformen im Wandel

Mehr Leiharbeit und Teilzeitjobs in Deutschland

Logo Institut für Wirtschaftsforschung in Halle
 

Leiharbeit, Teilzeitbeschäftigung sowie geringfügige und zeitlich begrenzte Jobs haben in Deutschland zugenommen. Das ergab eine Analyse des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). Demnach hat sich in den vergangenen Jahren ein Wandel der Erwerbsformen vollzogen. Ein Grund dafür sei, dass sich die global immer flexibler werdende Produktion auch am Arbeitsmarkt auswirke. Betrug der Anteil der sogenannten atypischen Beschäftigung - wie Leiharbeit und Minijobs - an der Erwerbstätigkeit in Deutschland 1997 noch 17,5 Prozent, waren es 2007 bereits 25,5 Prozent.

Der Wandel der Erwerbsformen wird laut IWH sowohl in den alten als auch in den neuen Bundesländern sichtbar und betrifft vor allem Frauen und jüngere Erwerbstätige. Das normale Arbeitsverhältnis - die abhängige, unbefristete Vollzeitbeschäftigung - dominiere trotz aller Veränderungen am Arbeitsmarkt aber noch. Dies betreffe etwa drei Viertel der Erwerbstätigen in Deutschland. Allerdings schützen Betriebe ihre Kernbelegschaft laut IWH oftmals durch flexibel einsetzbare Arbeitskräfte wie Leiharbeiter.


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