Danach lehne ein überwältigender Teil der Befragten Leiharbeit ab. 85 Prozent meinen, dass Leiharbeit zu Lohndumping führt, 78 Prozent fürchten, dass durch Leiharbeit reguläre Arbeitsplätze verdrängt werden. Ebenso viele halten Leiharbeit für "eine moderne Form der Ausbeutung". Bemerkenswert sei auch die breite Zustimmung zu dieser Aussage durch Anhänger von CDU/CSU und FDP (68 bzw. 84 Prozent). Eine starke Mehrheit fordere von der Politik gesetzliche Regelungen zur Eindämmung von Leiharbeitsverhältnissen und zudem gleiche Bezahlung bei gleicher Arbeit. "Vor dieser Mehrheit darf die Bundesregierung nicht weiter die Augen verschließen: Wir brauchen gesetzliche Rahmenbedingungen, die die Menschen in Leiharbeit vor Missbrauch schützt, Leiharbeit zeitlich einschränkt und faire Arbeitsbedingungen und faire Bezahlung sicherstellt", appellierte Wetzel.
Die politische Kernforderung der Initiative unter der Schirmherrschaft der ehemaligen Arbeitsminister Dr. Norbert Blüm, Dr. Herbert Ehrenberg und Walter Riester ist die sofortige Umsetzung der EU-Richtlinie Leiharbeit in nationales Recht.
"Das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz ist gescheitert und verstößt gegen europäisches Recht. Die EU-Richtlinie sieht stattdessen einen deutlich verbesserten Schutz für Leiharbeitnehmer vor. Wir fordern die Bundesregierung deshalb auf, diese unverzüglich in deutsches Recht umzusetzen", sagte Wetzel.