Initiative Gleiche Arbeit - Gleiches Geld | Newsletter November 2011

Sozialstaat statt Raubtierkapitalismus

IG Metall-Flaggen
 

"Ich verlange von der Bundesregierung: Machen Sie endlich Schluss mit der Prekarisierung von Arbeit. Gute Arbeit ist nicht zu Ramschpreisen zu erhalten. Das unterscheidet den Sozialstaat vom Raubtierkapitalismus."

Berthold Huber,
Erster Vorsitzender der IG Metall auf dem 22. Gewerkschaftstag in Karlsruhe


Arbeitgeberpräsident Hundt will über Equal Pay verhandeln

Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt

© Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA)

 

Um eine gesetzliche Regelung zu verhindern, will Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt mit den Gewerkschaften über eine tarifliche Equal Pay-Klausel verhandeln. Auf dem Arbeitgebertag in Berlin sprach er sich für eine stufenweise Angleichung der Leiharbeitslöhne an die der Stammbeschäftigten aus. Der Zweite Vorsitzende der IG Metall, Detlef Wetzel, begrüßte das Angebot, stellte jedoch klar, dass gleiche Arbeit ab dem ersten Tag gleich bezahlt werden müsse.


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Equal Pay-Haustarif bei ZF

Beschäftigte bei ZF Friedrichshafen

© ZF Friedrichshafen AG

 

Ob Leiharbeitnehmer oder Stammbeschäftigter, zumindest in Sachen Bezahlung macht das beim Antriebs- und Fahrwerktechnikhersteller ZF in Friedrichshafen bald keinen Unterschied mehr. Festangestellte und geliehene Beschäftigte müssen künftig nach demselben Flächentarifvertrag bezahlt werden.


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Außergerichtliche Einigung: „Uns war immer klar: Als Gruppe erreicht man mehr“

André Wegner und Sonja Jungwirth

© IG Metall/wegewerk

 

Nach dem Urteil des Bundesarbeitsgerichts gegen die christliche Scheingewerkschaft CGZP im Dezember 2010 haben 29 ehemalige Leiharbeitnehmer mit Unterstützung der IG Metall Berlin Lohnnachzahlungen erstritten. Im vergangenen Oktober kam es zu einem außergerichtlichen Vergleich, der heute unterschrieben wurde. Die Redaktion „Gleiche Arbeit – Gleiches Geld“ sprach mit zwei der Beschäftigten.


Zum Interview

Vier von fünf Wirtschaftsweisen rechtfertigen Leiharbeit

Bleistift auf Börsendaten

© [klosko: photocase.com]

 

In ihrem Jahresgutachten befassen sich die Wirtschaftsweisen mit Leiharbeit und kommen zu einer „insgesamt positiven Bilanz“. Denn ein Leiharbeitsverhältnis sei besser als Arbeitslosigkeit. Im Vergleich zu regulären Beschäftigungsverhältnissen muss jedoch auch der Sachverständigenrat deutliche Lohnunterschiede und ein höheres Entlassungsrisiko feststellen.


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Grüne im Bundestag fordern Regulierung: Werkverträge sind „Lohndrückerei unter neuem Etikett“

Wandbemalung [morgenroethe: photocase.de]

© [morgenroethe: photocase.de]

 

Unternehmen vergeben immer häufiger Werkverträge, um die Regeln für den Einsatz von Leiharbeit zu umgehen. Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen fordert nun Maßnahmen gegen diesen Missbrauch. Leiharbeit und Werkverträge müssten im Gesetz klarer abgegrenzt und die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften stärker kontrolliert werden.


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Immer mehr Leiharbeitnehmer sind geringfügig beschäftigt

Reichstagsgebäude, Deutscher Bundestag

© hardedge / photocase.com

 

Die Opposition im Bundestag kritisiert die weiter zunehmende Prekarisierung der Arbeitswelt. Zwei Gesetzesentwürfe der Fraktionen von SPD und Grünen zur Gleichstellung Beschäftigter unter 25 Jahren beim Kündigungsschutz lehnten CDU und FDP mit ihrer Koalitionsmehrheit ab. Die Linke im Bundestag kritisiert eine drastische Zunahme von Leiharbeitnehmern, die auf 400-Euro-Basis arbeiten.


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Airbus: Arbeitsplätze gesichert, Leiharbeit und Befristung begrenzt

Warnstreik im Airbus-Werk Bremen

© IG Metall Küste

 

Beim Flugzeugbauer Airbus haben IG Metall und Gesamtbetriebsrat einen Verhandlungserfolg erzielt. Die Unternehmensführung erklärt sich bereit, im Rahmen eines Zukunftstarifvertrages eine Standort- und Arbeitsplatzgarantie bis 2020 festzulegen. Ab dem kommenden Jahr sollen Leiharbeitnehmer und befristet Beschäftigte zusammen nur noch 20 Prozent der Belegschaft ausmachen.


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Schlechte Erfahrungen: Leiharbeitnehmer berichten

Mann vor Plattenbau

© [Bengelsdorf: photocase.com]

 

Dass Leiharbeitnehmer weniger verdienen, in ihren Einsatzbetrieben oft wie Arbeitnehmer zweiter Klasse behandelt werden und ein höheres Kündigungsrisiko tragen, ist bekannt. Doch wie ergeht es dem Einzelnen, der unter diesen Bedingungen arbeiten muss? Die IG Metall fragt nach.


Zu den Beispielen

Studie: Integrationshemmnis Leiharbeit

Straßenende  [suze: photocase.de]

© [suze: photocase.de]

 

Bloß nicht den Job verlieren, und ist er noch so mies. Dafür macht ein Leiharbeitnehmer sehr viel. Kommt er aus der Türkei und hat nur eine befristete Aufenthaltserlaubnis, nimmt er sogar eine Lohnkürzung hin. Wie der Arbeitsalltag von Leiharbeitern mit Migrationshintergrund aussieht und die Integration erschwert - das hat jetzt eine Studie der Otto Brenner Stiftung aufgedeckt.


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Dieser Newsletter ist ein Service der IG Metall. Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes ist die IG Metall, Berthold Huber, Erster Vorsitzender der IG Metall, Wilhelm-Leuschner-Str. 79, 60329 Frankfurt am Main. Internet: www.igmetall.de. Verantwortlich für den Inhalt gemäß § 6 TDG und § 10 MDStV: Dieter Wesp.
Redaktion: Michael Faißt und wegewerk GmbH


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Mit der Kampagne „Arbeit: sicher und fair!“ macht die IG Metall die Lebens- und Arbeitsperspektiven junger Beschäftigter zum Topthema in Betrieb und Gesellschaft. Streitet gemeinsam mit uns für Zukunft und Perspektiven der jungen Generation.


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