Initiative Gleiche Arbeit - Gleiches Geld | Newsletter August 2011

Leiharbeit anpacken

Lautsprecher [eyelab: photocase.de]
 

"Wir werden in der kommenden Tarifrunde für die Metall- und Elektroindustrie das Thema Leiharbeit anpacken. Wir wollen Gleiche Arbeit - Gleiches Geld für die Leiharbeiter erreichen."

Detlef Wetzel
Zweiter Vorsitzender der IG Metall


Liebe Leserin, lieber Leser,

wie jeden Monat informiert Sie der Newsletter der Initiative "Gleiche Arbeit - Gleiches Geld" über Neuigkeiten zum Thema Leiharbeit.


Umfrage: Junge Generation wird vernachlässigt

Kundgebung am 1. Mai in Gelsenkirchen
 

Mehr als zwei Drittel der Menschen in Deutschland findet, dass für die junge Generation mehr getan werden müsste. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag der IG Metall ergeben. Nach Ansicht des Zweiten Vorsitzenden der Gewerkschaft, Detlef Wetzel, sind die Verhältnisse jedoch noch nicht vergleichbar mit denen in Spanien und Großbritannien. Dafür hätten auch starke Gewerkschaften gesorgt.


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Huber: Werkverträge sind die „neue Krankheit des Arbeitsmarkts“

Berthold Huber
 

Trotz alarmierender Hinweise über den Missbrauch von Werkverträgen für Lohn- und Sozialdumping sieht die Bundesregierung keinen Handlungsbedarf. Einer aktuellen Stellungnahme zufolge hält sie es nicht einmal für notwendig, statistische Daten über das Phänomen zu erheben.


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Adecco und Manpower stellen Bedingungen für Equal Pay

Armin Schild, IG Metall-Bezirksleiter
 

Die Deutschland-Chefs der Leiharbeitskonzerne Adecco und Manpower nehmen gegenüber der Presse Stellung zu der diskutierten tariflichen Equal Pay-Regelung und stellen Bedingungen. IG Metall-Bezirksleiter Armin Schild ist noch skeptisch, „ob sich die Zeitarbeitsbranche tatsächlich auf ernsthafte Lösungen einlässt“.


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Schlechte Erfahrungen: Leiharbeitnehmer berichten

Hamburger Hafen

© [secretgarden: photocase]

 

Dass Leiharbeitnehmer weniger verdienen, in ihren Einsatzbetrieben oft wie Arbeitnehmer zweiter Klasse behandelt werden und ein höheres Kündigungsrisiko tragen, ist bekannt. Doch wie ergeht es dem Einzelnen, der unter diesen Bedingungen arbeiten muss? Die IG Metall fragt nach.


Zu den Beispielen

Beschäftigte immer unzufriedener mit Arbeitsbedingungen

Prof. Dr. Marcel Erlinghagen

© Universität Duisburg-Essen

 

Eine aktuelle Studie zeigt: Seit über 20 Jahren nimmt die Zufriedenheit der Beschäftigten in Deutschland mit ihrer Arbeit kontinuierlich ab. Zwei der Hauptursachen sind demnach geringe Einkommen und mangelnde Arbeitsplatzsicherheit. Ein Autor der Studie vermutet daher, dass Leiharbeitnehmer ihre Arbeitssituation als besonders schlecht wahrnehmen.


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Arbeitsagentur: Leiharbeiter ersetzen oft Stammpersonal

Bundesagentur für Arbeit

© [Bundesagentur für Arbeit]

 

Neuen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) zufolge hat sich die Zahl der Leiharbeitnehmer in Sachsen-Anhalt und Thüringen binnen sieben Jahren fast verdreifacht. Der Chef der Regionaldirektion für die beiden Länder kritisiert, Leiharbeit werde auch dazu genutzt, Stammbeschäftigte zu ersetzen.


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Zu viel Leiharbeit schadet den Unternehmen

Wandbemalung [morgenroethe: photocase.de]

© [morgenroethe: photocase.de]

 

Leiharbeitnehmer verdienen in der Regel deutlich weniger als Stammbeschäftigte. Dennoch steigen die Produktionskosten, wenn Unternehmen zu viele Beschäftigte von Verleihfirmen einsetzen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie. Ein hoher Anteil von Leiharbeit wirke demotivierend auf alle Beschäftigten und führe zum Verlust von wertvollem Betriebswissen, begründen die Forscher den Effekt.


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Betriebsrat: 3.000 Übernahmen nach Betriebsvereinbarung

Handshake

© [Joshua Hodge Photography: istockphoto.com]

 

Der Gesamtbetriebsrat bei Siemens zieht eine Zwischenbilanz: Seit zwei Jahren gilt eine Betriebsvereinbarung. In dieser Zeit wurden 3.000 Leiharbeitnehmer übernommen. Mit dem Abkommen wurden die Entgelte und Übernahmeperspektiven von Leiharbeitern bei Siemens deutlich verbessert. Für die Konzernbetriebsratsvorsitzende Bettina Haller ist das jedoch kein Grund sich zurückzulehnen.


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Einkommen von Geringverdienern deutlich gesunken

Markus Grabka, DIW-Verteilungsforscher

© Foto: DIW

 

Um bis zu 22 Prozent sind die Einkommen von Geringverdienern in den letzten zehn Jahren zurückgegangen. Das geht aus aktuellen statistischen Erhebungen hervor. Anders die Spitzenverdiener: Deren Einkommen wuchsen leicht. Wirtschaftswissenschaftler fordern die Politik zu Maßnahmen gegen eine weitere Öffnung der Einkommensschere auf.


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Dieser Newsletter ist ein Service der IG Metall. Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes ist die IG Metall, Berthold Huber, Erster Vorsitzender der IG Metall, Wilhelm-Leuschner-Str. 79, 60329 Frankfurt am Main. Internet: www.igmetall.de. Verantwortlich für den Inhalt gemäß § 6 TDG und § 10 MDStV: Dieter Wesp.
Redaktion: Michael Faißt und wegewerk GmbH


"EINSTIEG. ABSTIEG. SACKGASSE."

Die IG Metall hat die Kampagnenseite des Arbeitgeberverbands BAP korrigiert und neu aufgelegt.


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ARBEIT: SICHER UND FAIR!

Mit der Kampagne „Arbeit: sicher und fair!“ macht die IG Metall die Lebens- und Arbeitsperspektiven junger Beschäftigter zum Topthema in Betrieb und Gesellschaft. Streitet gemeinsam mit uns für Zukunft und Perspektiven der jungen Generation.


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