Februar 2010

Leiharbeit fair gestalten

Kampagnen-Newsletter - Februar 2010


Interaktive Landkarte der Leiharbeit

Landkarte der Leiharbeit
 

Wo sind die Hochburgen von Leiharbeit. Wo ist ihr Anteil an sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen noch gering? Eine interaktive Karte der Hans-Böckler-Stiftung bietet eine Übersicht über das gesamte Bundesgebiet und zeigt die aktuellen Verhältnisse jedes einzelnen Landkreises.

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CDA fordert Gesetze gegen Missbrauch

Uhr [.marqs: photocase.de]

© [.marqs: photocase.de]

 

Der Druck auf Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) wächst. Nach Gewerkschaften und Oppositionsparteien drängt nun auch der Arbeitnehmerflügel der Union auf eine Neuregelung der Leiharbeit. Arbeitgeber machen derweil mehr als deutlich, dass sie die rechtlichen Möglichkeiten künftig noch weiter ausschöpfen werden. Bleibt Leiharbeit derart unbegrenzt, werden Unternehmen im kommenden Aufschwung noch mehr Leiharbeitnehmer engagieren statt feste Stellen zu schaffen.

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Gute Leiharbeit

Rettungsring [semelina: photocase.de]

© [semelina: photocase.de]

 

Seit Dezember vergangenen Jahres können Unternehmen in NRW Fachkräfte untereinander verleihen. Von einem „Personalaustausch“ profitieren Betriebe und Arbeitnehmer gleichermaßen. Die IG Metall hat diese besondere Art der Leiharbeit, die nicht zu Lohn- oder Sozialdumping missbraucht werden kann, per Tarifvertrag möglich gemacht. Das Instrument wird nun immer öfter genutzt. Arbeitnehmer wie Arbeitgeber anderer Branchen fordern bereits ähnliche Abkommen.

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Von der Leyen: „Zeitarbeit hat sich bewährt“

Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Ursula von der Leyen (CDU)

© BMAS

 

Als der Fall Schlecker der Leiharbeit negative Schlagzeilen einbrachte, kündigte Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) an, die Rechtslage werde überprüft. Bisher ist sie jedoch vor allem bemüht, den Ruf der Leiharbeitsbranche zu retten. Sie lasse es nicht zu, dass diese durch den Missbrauch „in Verruf gerät“, erklärte sie im Interview mit der Tageszeitung Die Welt. Konkrete Maßnahmen gegen den Missbrauch von Leiharbeit lassen noch immer auf sich warten.

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Bundestag debattiert über Leiharbeit

Hinweisschild Bundestag [AllzweckJack: photocase.de]

© [AllzweckJack: photocase.de]

 

Unabhängig voneinander brachten Grüne und Linke einen Antrag in den Bundestag ein. Beide Parteien forderten gleiche Löhne für Leiharbeitsbeschäftigte. Für ihre Flexibilität müssten diese eine zusätzliche Prämie von 10 Prozent bekommen. In der Debatte ließ die Bundesregierung weiter offen, wie und ob überhaupt sie die Gesetze zu ändern gedenkt. Statt konkrete Maßnahmen anzukündigen lobte sie die Verdienste der Leiharbeit.

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Staat zahlt halbe Milliarde für Leiharbeiter

Arbeiter mit gelbem Helm unter dem Arm [AndreasF.: photocase.de]

© [AndreasF.: photocase.de]

 

Mit über einer halben Milliarde Euro hat die Bundesregierung innerhalb eines Jahres die Löhne von Leiharbeitskräften aufgebessert, die nicht genug zum Leben verdienten. Diese aktuellen Zahlen und auch der spektakuläre Fall um Schlecker zeigen, dass in der Leiharbeitsbranche einiges schief läuft. Die IG Metall setzt sich dafür ein, dass Leiharbeitskräfte keine Billigarbeiter im Betrieb sind, sondern das Gleiche verdienen wie die Stammbelegschaft.

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Rheinland-Pfalz: „Worten müssen Taten folgen“

Malu Dreyer
 

Die rot-grüne Landesregierung von Rheinland-Pfalz will den Grundsatz „Gleiche Arbeit - gleiches Geld“ ausnahmslos durchsetzen. Dazu hat Arbeitsministerin Malu Dreyer einen Entschließungsantrag für den Bundesrat ausarbeiten lassen, den dieser bald diskutieren soll. Ein neues Arbeitnehmerüberlassungs-Gesetz müsse verhindern, dass „Stammbelegschaften durch die Beschäftigung von deutlich schlechter bezahlten Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmern“ ersetzt und verdrängt werden".

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