Februar 2009

Leiharbeit fair gestalten

Kampagnen-Newsletter - Februar 2009


Leiharbeitnehmer können oft Geld nachfordern

Leiharbeitnehmer, in deren Arbeitsvertrag auf verschiedene Tarifverträge Bezug genommen wird, sollten sich von der IG Metall beraten lassen. Grund: Das Bundesarbeitsgericht hat in einem aktuellen Urteil unklare Bezugnahmeklauseln in Leiharbeitsverträgen für unwirksam erklärt. Im konkreten Fall ging es um die Bezugnahme auf einen Dumpingtarifvertrag der CGZP. Für den Fall, dass dieser Tarifvertrag „unwirksam wird“, sollte der höher dotierte Tarifvertrag der DGB-Tarifgemeinschaft gelten. Betroffene können jetzt equal pay einfordern. Mehr ...


BZA nutzt Beschäftigte aus

Logo Bundesverband Zeitarbeit
 

Die Tarifverhandlungen zwischen der Tarifgemeinschaft des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) und dem Bundesverband Zeitarbeit (BZA) sind gescheitert. Die Angebote der Arbeitgeber hätten unter Berücksichtigung der Teuerungsrate defakto einen Reallohnverlust für die Beschäftigten bedeutet. Der BZA will offensichtlich die aktuelle Krise nutzen, um einen Extraprofit auf dem Rücken der Beschäftigten zu erwirtschaften.  Mehr ...


Union gegen Leiharbeitnehmer

Logo CDU/CSU-Bundestagsfraktion
 

Die große Koalition hat sich immer noch nicht auf einen Mindestlohn in der Leiharbeitsbranche verständigt. Während Arbeitsminister Olaf Scholz den Mindestlohn der DGB-Tarifgemeinschaft zum Standard machen möchte, will die Union an den Dumping-Tarifverträgen der sog. "christlichen" Gewerkschaften festhalten. Interessant: Der Vorsitzende des "Christlichen" Gewerkschaftsbundes, Matthäus Strebl, sitzt für die CSU im Bundestag. Mehr ...

 


Betriebliche Vereinbarungen zum Thema Leiharbeit

Logo der Hans-Böckler-Stiftung
 

In immer mehr Betrieben wehren sich Betriebsräte erfolgreich gegen den Druck der Arbeitgeber, betriebliche Lohn- und Gehaltsstandards mittels Leiharbeit zu unterlaufen. Das berichtet die Hans-Böckler-Stiftung, die insgesamt 110 betriebliche Vereinbarungen zu Leiharbeit und befristeter Beschäftigung ausgewertet hat. Weiterhin spielt die Frage der Integration von Leiharbeitnehmern im Einsatzbetrieb eine wichtige Rolle. In manchen Betriebsvereinbarungen ist sogar die Übernahme nach einer bestimmten Einsatzzeit vorgeschrieben. Mehr ...


Leiharbeit in Europa

 

Nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa breitet sich die Leiharbeit als Beschäftigungsmodell aus. Leiharbeit ist überall reguliert, jedoch überall anders. In vielen Ländern, wie zum Beispiel in Frankreich, Spanien und Italien, ist es selbstverständlich, dass den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern gleiches Geld für gleiche Arbeit gezahlt wird. Dagegen besteht in Bulgarien, Irland oder Lettland keinerlei Verpflichtung, Leiharbeitnehmer so zu bezahlen wie die Stammbelegschaft. In Deutschland, den Niederlanden und weiteren Ländern gilt zwar auch das Equal-Pay-Prinzip, praktisch sind aber zahlreiche Ausnahmen zugelassen. Mehr ...


Leiharbeitnehmer tragen höheres Armutsrisiko

Atypisch beschäftigt - schnell prekär
 

Leiharbeitskräfte tragen ein hohes Beschäftigungsrisiko und sind häufig von einem Abrutschen in die Armut bedroht. Das geht aus einer Untersuchung der Hans-Böckler-Stiftung hervor. Gegenüber normal beschäftigten Frauen tragen Leiharbeitnehmerinnen ein 4,2 mal höheres Risiko für einen Armutslohn arbeiten zu müssen. Bei männlichen Leiharbeitnehmern ist das Risiko sogar 6,4 mal so hoch. Zudem verlieren Leiharbeitskräfte schnell ihren Job. Aufgrund der kurzen Beschäftigszeit erfüllen sie noch nicht mal die Voraussetzungen für den Bezug von Arbeitslosengeld. Mehr ...


März: Leiharbeit im Fernsehen

tatort
 

Die oftmals rauhen Sitten in der Leiharbeit bilden den Rahmen einer Mordgeschichte im ARD-Tatort. Dabei thematisieren die Autoren neben der eigentlichen Mordhandlung die Folgen der Deregulierung des Arbeitsmarktes. Auch andere TV-Sender wie das ZDF oder der WDR nehmen sich im März erneut des Themas Leiharbeit an und präsentieren in ausführlichen Dokumentationen die Schicksale von Betroffenen. Die Programmhinweise und Ausstrahlungstermine finden Sie hier ...



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