Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister (BAP) startet Kampagne

31.5.2011 | Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister (BAP) startet Kampagne

Die leeren Versprechen der Leiharbeitgeber

Die Antwort der IG Metall auf die BAP-Kampagne

 

Gut war der Ruf von Leiharbeit in der Bevölkerung noch nie. Zu groß sind die Nachteile für die Beschäftigten und zu offensichtlich ist, wer allein von den unsicheren und schlecht bezahlten Arbeitsverhältnissen profitiert: Die Unternehmen. Insbesondere die Arbeitgeber der Leiharbeitsbranche selbst. Die wollen ihr ramponiertes Image nun mit einer Kampagne aufpolieren.

Einstieg. Aufstieg. Wachstum“, lautet der Slogan, mit dem der aus zwei Verbänden zusammengeschlossene Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister (BAP) für Leiharbeit wirbt. Die Kampagne soll den Menschen weiß machen, Leiharbeit biete Beschäftigten Perspektiven und bringe die Wirtschaft voran.


Denn tatsächlich ermöglicht Leiharbeit nur den wenigsten Beschäftigten den Einstieg in ein normales Arbeitsverhältnis. Nur sieben Prozent der Leiharbeitnehmer, die zuvor arbeitslos waren werden in einem ihrer Einsatzbetriebe übernommen. Auch ein Aufstieg ist für Leiharbeitnehmer kaum möglich. Die meisten sind für ihre Tätigkeiten überqualifiziert und haben kaum Zugang zu Weiterbildung.

Wachstum wird durch einen ausufernden Einsatz von Leiharbeit eher gebremst als gefördert. Denn je mehr Menschen wirtschaftlich abgesichert sind und für ihre Arbeit fair bezahlt werden, desto stabiler ist die ganze Wirtschaft. Das hat das auf der ganzen Welt bestaunte German Beschäftigungswunder eindrucksvoll bewiesen.

Die Großplakate mit der irreführenden Werbung des BAP hängen derzeit in Berlin. Auf Internetbannern, die zusätzlich auf Internetportalen geschaltet werden sollen, versucht der Verband, die zum Teil schwerwiegenden finanziellen Probleme von Leiharbeitnehmern lächerlich zu machen. „Currywurst schmeckt nicht in allen Kantinen gleich“, wird dort als angeblicher Einwand von Leiharbeitnehmern gegen ihre prekäre Lebenssituation dargestellt.



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