Die IG Metall ruft angesichts der weiteren Zunahme von Leiharbeit und anderen prekären Beschäftigungsverhältnissen zu einem bundesweiten Aktionstag in den Betrieben auf. „Wir brauchen wieder Rahmenbedingungen, die Arbeit sicher und fair machen“, fordert Detlef Wetzel, der Zweite Vorsitzende der IG Metall.
Die Zahl der Leiharbeitnehmer ist auf rund eine Million angestiegen. Die meisten von ihnen werden dauerhaft eingesetzt: zur Senkung des Lohnniveaus und um die Stammbelegschaft unter Druck zu setzen. Dennoch zögert die Bundesregierung die dringend nötige Begrenzung von Leiharbeit weiter hinaus. Auch andere Formen prekärer Beschäftigung wie befristete Arbeitsverhältnisse und Werkverträge breiten sich aus. Der Staat gibt jährlich elf Milliarden Euro aus, um Einkommen aufzustocken, die den Beschäftigten nicht zum Leben reichen. "Mit Equal Pay bei der Leiharbeit und allgemeinverbindlichen Mindestlöhnen könnte die Politik hier einen wirksamen Riegel vorschieben", erklärt der Erste Vorsitzende der IG Metall, Berthold Huber.
Die IG Metall ruft nun zu bundesweiten Protestaktionen auf. Unter dem Motto „Arbeit – sicher und fair“ soll am 24. Februar ein Zeichen in den Betrieben gesetzt werden. „Wir wollen eine Politik, die die Zukunft und Perspektiven der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen sichert und nicht gefährdet“, heißt es in dem Aufruf, der an Betriebsräte, Vertrauensleute, Jugend- und Schwerbehindertenvertretungen und alle übrigen Beschäftigten geht.
Normaler Vollzeitarbeitsplatz für viele Junge nicht mehr erreichbar