Die grün-rote Landesregierung in Baden-Württemberg will sich für gleiche Bezahlung von Leiharbeitnehmern einsetzen und die weitere Ausbreitung prekärer Jobs verhindern. In Frankfurt kündigte die IG Metall am gleichen Tag an, sich künftig verstärkt tarifpolitisch für die Gleichstellung von Leiharbeitnehmern einzusetzen.
Nach dem Machtwechsel in Baden-Württemberg will die neue grün-rote Landesregierung beim Thema Leiharbeit einen Richtungswechsel vollziehen. Auf der Bezirkskonferenz der IG Metall, die am Dienstag in Böblingen stattfand, erklärte der neue Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Die Grünen), die „zunehmende Spaltung der Arbeitswelt in "gute" und "prekäre" Jobs“ sei „dem sozialen Zusammenhalt in unserer Gesellschaft nicht förderlich“.
Auch den Betrieben tue das nicht gut. „Deshalb müssen wir dieser Entwicklung Einhalt gebieten“, so Kretschmann. Seine Regierung werde alles dafür tun, dass aus möglichst vielen derzeit noch prekären Jobs feste und verlässliche Arbeitsverhältnisse würden. „Unser Ziel heißt "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit".
Wirtschaftsminister Nils Schmid (SPD) forderte, Leiharbeit „muss wieder auf ihre Kernfunktionen zurückgeführt werden, Auftragsspitzen zeitweise abzufedern und eine Brücke in dauerhafte Beschäftigung zu bilden“. Für die Koalition stehe fest: „Es darf keine 2-Klassen-Belegschaften im Betrieb geben“.
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