Eine Studie der Universität Erlangen-Nürnberg beweist nach Ansicht des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ), dass Leiharbeit nach wie vor überwiegend als Flexibilitätspuffer genutzt wird. Die Ergebnisse der Studie belegen jedoch vor allem: Gleiche Bezahlung und eine begrenzte Einsatzdauer von Leiharbeit würde keinem seriös wirtschaftenden Unternehmen schaden.
Skandale, Missbrauchsfälle und Berichte über eine steigende Zahl von Regelverstößen haben den Ruf der Leiharbeit in jüngster Zeit schwer beschädigt. Ihre Fürsprecher versuchen nun, die Branche wieder in ein besseres Licht zu rücken. Zu diesem Zweck zitiert der Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) nun eine von der Universität Erlangen-Nürnberg durchgeführte Studie.
Die Umfrage unter über 1.000 Unternehmen soll belegen, dass Leiharbeit nach wie vor überwiegend „klassisch“ genutzt wird, also zur Bewältigung von Auftragsspitzen, wie vom Gesetzgeber vorgesehen. Doch die Ergebnisse zeigen auch, dass die von der IG Metall geforderte und für Beschäftigte dringend notwendige Regulierung eben diesen Unternehmen keineswegs schaden würde.
Der Umfrage zufolge gibt 87 Prozent der befragten Unternehmen an, Leiharbeit zum „Abfangen von Auftragsspitzen“ zu nutzen. Die Möglichkeit, Arbeitsverhältnisse „schnell und unbürokratisch zu beenden“ nannten 77 Prozent der Unternehmen als Motivation für den Einsatz von Leiharbeit. Nur 11 Prozent will damit Kosten sparen.